26 Juni 2008

Computerspiel


Aufstellungsanimation (Hans Joachim Rauschenbach)

Weil ja alle Fernseher kaputt sind und ich auch etwas, haben wir gestern das Spiel auf meinem 867 MHz PowerBook G4 gesehen. Erst dachte ich, dass das nicht geht, weil man schon nach 2 Minuten einen epileptischen Anfall bekommt, weil das Bild so ruckelte, wie die Überwachungskamerafilme, die nur 5 Bilder die Sekunde zeigen, nur nicht so gleichmäßig. Aber man konnte sich daran gewöhnen, wenn man manchmal woanders hin geschaut hat, zur Beruhigung. Der Ton war dann auch meistens weg. Alles wirkte wie ein Computerspiel und das war es ja auch. Oder wie diese digitalen Analyse-Animationen, nur ohne rote Kringel. Da geht ja die Zukunft hin. Ganz schlau haben wir dann gleichzeitig Radio gehört, aber das ging auch nicht, weil die Ausstrahlung auf dem Rechner mindestens eine ganze halbe Minute später war, als das echte Spiel. Das haben wir aber erst so richtig beim ersten D-Tor gemerkt, als draußen Jubel war und bei uns gar nichts passiert war. Und so konnten wir die Spielzüge beruhigt erahnen, weil wir wussten, daraus würde ein Tor. Etwas langweilig war das dann allerdings bei eigentlich spannenden Momenten, bei denen man dann aber schon wusste, dass es kein Tor würde. Der Leitungsausfall, der ja auch das Radio betraf (die sowieso so aufgeregt, aber schön kommentierten), passte bei uns auch gut rein und fiel weiter gar nicht auf. Lange habe ich mich nicht mehr so auf die Zeitungen gefreut. Harri meint in der Süddeutschen gäbe es die besten Fußballartikel, zb über die Tschutti heftli.

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