06 August 2009

schüss



Tatsächlich sind viele Bäume auf der Karl-Marx Allee gefällt worden. Eigentlich war mir nur aufgefallen, dass die Straßenbeleuchtung weg war und durch temporäre Lampen in pink besprühten Betonquadern ersetzt waren, dann sah man aber auch die vielen Stümpfe, dann habe ich noch das Abschiedsfoto für Leslie gemacht.

05 August 2009

Reaktion


Balkon & Garten Nr. 34, "Friedhof im August", vor dem Hintergrund des Video Beitrags von Graf Tati

Vorgestern und gestern wurde endlich die aktuelle Balkon & Garten Ausgabe 34 verschickt und ich hoffe sie ist angekommen oder kommt bald an. Auf dem Fest wurde auch über Textkritik gesprochen und Simone wünschte sich manchmal welche, aber Balkon & Garten wäre ja kein Literaturmagazin. Und das Kritik hilfreich ist, oder überhaupt eine Reaktion. Meine Eltern finden das Heft meistens schön, so wie Wolf Kais Fotos meistens schön findet und sagt "Ich find's schön". Manchmal finden sie das Heft auch "sehr schlicht" oder "interessant". Dieses aber finden sie so: "Dieses Heft ist hervorragend !! Alle Beiträge haben sich dem Thema zugewandt, angepasst und z.T. auch hingegeben untergeordnet. Wir sind ergriffen und begeistert."

Pop.Park


PARK(ing) day in San Francisco und Miami, 2007

Der PARK(ing) Day wurde 2005 als Kunst-Aktion von Rebar in San Francisco gestartet und wird seitdem in vielen Städten gefeiert, indem man 1 mal im Jahr Parkplätze zu kleinen Parks umwandelt. Dieses Jahr am 18. September, in Berlin war er schon am 21.6.



Der Park(ing) Day New York schreibt dieses Jahr zudem den Wettbewerb Pop.Park aus. "We're bringing Park(ing) Day out of the box by challenging creative types to design a portable and affordable pre-fabricated POP.Park that people can use to reclaim public space each and everyday of the year. POP.Parks will be public spaces produced from readily available, reclaimed or post-consumer recycled materials that will emerge from a regular, cardboard box." via

04 August 2009

le luther


Leerstelle und Luther-Geburtshausensemble in Eisleben

Le balto, meine Lieblings-créateurs de jardins haben jetzt auch einen Blog und heißt le balto-le blog. Der neueste Post ist eine Einladung zum Eröffnungsspaziergang neuer Stationen des Lutherweges in Eisleben am 30. August, mit dem von ihnen gestaltetem Rosenbecken. Le Balto meint: "Es ist ein der schoensten öffentlichen Präsentation Urbanen Projekten." Im Video heißt es, dass an Leerstellen, an Brachflächen, an verwahrlosten Räumen gezielt Themen zu und um Luther künstlerisch gestaltet wurden, parallel zum biografischen Weg.
Wenn wir nicht gerade auf Urban Plants Research in Brooklyn sind, könnte man nach Eisleben fahren an dem schönen Datum.

Jardin du Wiltz

Inzwischen macht man sowas wohl bei Twitter, was in vielen Blogs stand, kleine Posts mit kurzen Sätzen, Zitaten oder Worten, die einem so ein bisschen vor die Füße geschmissen werden, dass man sich fast für sie verantwortlich fühlt. Ich hätte gerne auch sowas, wo man Verwechslungen notieren kann. Gerade eben erst: Jardin du Witz. Keine Ahnung, wie man das dann aufschreibt, die Verwechslung oder das Original und die Rubrik heißt dann Jardin du Witz.
Außerdem wird der Kalender schon wieder so dünn. Hatte das Jahr nicht gerade erst angefangen?

03 August 2009

Links

Bei stern online werden heute 10 Gartenblogs vorgestellt. 9 davon kannte ich, das Beton + Garten Bild, Nr. 7, sieht gar nicht gartig aus.

Ein Garten, ein Heft, ein Lied, ein Fest


Diese beiden sind, glaube ich, von Wolf



Ich hörte nochmal das Video von Graf Tati, guckte mir alles an, die schönen Fotos, die alle gemacht hatten und die kleinen Filme, entdeckte die Bilder vom Garten im August bei Detlef und auch bei Kai saß Christof auf der Bank. Dann guckte ich nochmal das Heft an und dachte "Friedhof im August", ist das nich'n Lied? Alles hatte sich vermischt.




Ich schaffte es nur, die Kamera einmal in die Runde gucken zu lassen.

Leslies Abschied kam mir noch gar nicht so vor, weil wir uns ja nochmal sehen und auch weiter zusammen an dem Urban Plants-Buch arbeiten, dass bald erscheint. Dann fahren wir alle nach New Haven, oder fliegen.

01 August 2009

Heute dann

Heute also



Contribution to the magazine/blog "Balkon & Garten" by Graf Tati
bringing XTC´s wonderful "Grass" to a Berlin cemetery in August 2009.

30 Juli 2009

Letzten Donnerstag

Ab und zu kamen Presseeinladungen zur Vorführung der neuesten Bosch-Gartengeräte in Stuttgart oder für ein Tour-Wochenende durch die schönsten Gärten im Münstlerland. Letzten Donnerstag folgte ich zum erste Mal einer Einladung zum Rundgang: "Kunst auf der BUGA" in Schwerin. Es war ein ganz toller Tag.
Es war ganz neu mit dem eigenen Berichten-Auftrag herumzulaufen und seine Rolle innerhalb dieser Gruppe von Verantwortlichen, Künstlern und Journalisten zu finden. Ich kann ja die Kunstwerke nicht bewerten, sondern sie nur mögen oder nicht. Die Kuratorin und die Künstler waren alle nett. Supernett. Die Nichtnetten waren anscheinend nicht gekommen.

Weil es sieben Gärten sind, wurden von einer Jury sieben Künstler für die „Entworfene Natur“ ausgewählt. Bei Andreas Oldörp waren wir als erstes. Die Kuratorin Anne Marie Freybourg erklärte sein Werk „par terre", da war ich noch mit der Fahrt nach und durch Schwerin und der BUGA beschäftigt, dem Eingang, den Pflanzen und den vielen Leuten. Es gab viele rosa Blusen, die schön zu dem blaugrünen Glasscherben der Wege passten und die leise Töne aus den vergoldeten Pfeifen des Werks passten auch gut, um sich erstmal zu Recht zu finden und überhaupt.

Andreas Oldörp, "par terre". (Man sieht das Kunstwerk gar nicht, nur die Absprerrung)

Das grüne Band mit dem Buga Motto "Sieben Gärten Mittendrin" zu dem Hemd des Geschäftsführers Jochen Sandner wollte ich auch gern fotografieren. Bei der Verfolgung kam ich mir allerdings ziemlich doof vor und alles war unscharf.

Es wurden zwischen den Kunstwerken auch immer ein bisschen die Gärten erklärt. Im Barockgarten, glaube ich, stand der Kiosk von Kirsten Johannsen, in dem man Paradiese kaufen konnte. Langsam kapierte man, dass auch das Häuschen zur Kunst dazugehörte und die Paradiese von einer Buga-Angestellten verkauft wurden und da waren alle schon wieder weg und weitergezogen. Kirsten Johannsen ist sehr nett und erzählte von der Zusammenarbeit mit Frieder Butzmann, der mir noch aus meinem Studium in Hannover in Erinnerung war.

Kirsten Johannsen, „constructing paradise | Anleitung zum Paradiesbau"

Die Buga und die Gärten verschwanden immer mehr, weil die Gruppe immer wichtiger wurde, die Gemeinschaft sich langsam ordnete. Wer war Künstler, wer Buga oder Presse? Ohne NDR-Mikro in der Hand war die Zuordnung ziemlich schwer und es wurde sowieso viel fotografiert. 1 Künstler hatte ich schon während der Bahnfahrt kennen gelernt, William Engelen, er erzählte, dass sein Kunstwerk sehr weit entfernt lag und errechnete dann, dass sich von 50.000 Bugabesuchern, vielleicht 1000 für Kunst interessierten, von denen sich wiederum die meisten nach einem Tag auf der Buga und einem Blick auf den Plan, nicht unbedingt für den weiten Weg zu seiner Arbeit entscheiden würden.
Wir gingen jetzt nah am Schweriner Schloß vorbei, ganz nah, eigentlich war hier alles verboten, aber die Lautsprecher-Arbeit„Rose ist eine Rose" von Andreas Sachsenmaier hatten es doch auf die "Liebesinsel" geschafft. Anne Marie Freybourg erklärte die Rosen, die sich selbst hier beschrieben. Der Künstler war durch seinen Vater vertreten. Und da war auch der lächelnde Herr mit der Kamera enttarnt.

Andreas Sachsenmaier, „Rose ist eine Rose" und Fritz Balthaus, „Die Blume" (Foto: Th. Wulffen)

Hier war auch die Stelle, wo Fritz Balthaus mit Wulffen verschwand, um ihm die Stelle zu zeigen, wo sein Kunstwerk eigentlich hätte stehen sollen, was aber im letzten Moment verboten worden war. Wulffen war mittlerweile der einzige Journalist. Die Mikroträger waren im Laufe des Weges immer weniger geworden. Und wir gingen dann zu dem neuen Platz, den die Arbeit "Die Blume" von Fritz Balthaus, die aus allen nur erdenklichen Vögelabwehrmechanismen gebaut war, bekommen hatte, die aber wahrscheinlich doch besser in den historischen Garten am Schloss gepasst hätte, für den sie ja konzipiert gewesen war. Fritz Balthaus war immernoch enttäuscht darüber, aber Anne Marie Freybourg beeilte sich dem Künstler die Worte abzunehmen, damit sie keinem zu nahe traten, die Ausstellung geht ja noch bis Oktober. So zeigten sich immer mehr Standpunkte, auch als sie sich unterhakte beim Geschäftsführer, unterm gemeinsamen Schirm, als es dann anfing zu regnen, als wir über die neue Brücke über den Schweriner See zu dem Theater von Kai Schiemenz gingen.

Ich wäre Verlegerin, sollte ich bei ähnlicher Gelegenheit sagen, meinte Harri später. Ja, dachte ich, weil ich immer so verlegen bin. Oder sagte es auch.

Jetzt kommen meine Lieblingsbilder:

Kai Schiemenz, „Where the earth is the sky is the earth"

Kai Schiemenz trug die ganze Zeit in seinem Rucksack eine richtige Großstadtpflanze spazieren, und man hielt ihn gleich für einen fürsorglichen Pflanzenvater, und war wohl eine Austauschpflanze für das Holzkonstrukt des Künstlers "Where the earth is the sky is the earth", indem luftwurzelnden Pflanzen schwebten.
Der Weg zu seinem "Theater der Erinnerung" führte über einen Holzsteg, also ein Buga-Holzsteg durch das moorige Gebiet, der mich gleich an den Künstler-Holzsteg der Künstler Fischli/Weiss durch das Moor beim Projekt Kunstwegen in Nordhorn erinnerte.

Holzsteg zu ... Näs, Schwerin, und ©Fischli/Weiss, Ein Weg durch das Moor

Als man sich von der Spitze der Näs, (wessen Nase war es noch, nach der die Landspitze in Mecklenburger Platt benannt war?) umdrehte, sah das Theater aus, wie eine Skulptur von Richard Deacon. Zusammen ergab sich an diesem Ort ein schöner Klang neuer Coverversionen älterer Kunsthits.

Auch der Regen war schön. 2 Stunden waren wir jetzt vielleicht unterwegs. Die Füße taten ein bisschen weh, aber der Zeitplan war eng und jetzt gingen wir den weiten Weg zu William Engelen. Die Orientierung hatte ich schon lange verloren, aber dafür wusste ich jetzt fast wer jeder war. Es ging den Berg hoch und ich dachte daran, dass ich über eine Schau mit Grabgestaltung auf der Buga gelesen hatte und kam ein bisschen zu spät zu William Engelen, der seine Arbeit "Bugania" erklärte. Er sprach vom Wetter und von Gartenarbeitern und das fand ich gleich interessant.

William Engelen, "Bugania"

Ich hatte Lust alles zu verstehen: den Vergleich der aktuellen Wetterdaten mit den Tagesmittelwerten aus den 7 vergangenen Jahren und die entsprechende Übersetzung in Töne, die aus 4 Lautsprechern zusammen einen Klang ergaben. Entweder mehr Streicher oder mehr Gartenklänge aus Froschquaken, Gärtnerliedern und so was. Man hörte im Moment kaum Streicher, was bedeutete, dass das Wetter gerade im Mittel lag.
Wieder waren alle weg und auf dem Weg zu der Arbeit von Jorinde Gustavs, die sich in „Viktorias Schwester" mit der "Kraft des weiblichen Eigensinns" beschäftigt, und genauso sah Fritzi Balthaus auch aus.

Jorinde Gustavs, „Viktorias Schwester"

Tatsächlich führte der Weg dorthin mitten durch "Grabgestaltung und Denkmal", die Schau der "Friedhofsgärtner auf der Buga". Es war komisch auf diesem Friedhof ohne Tote. Die Buga stellt eben dar und tut nur so, als ob. Die taz meinte, der BUND war sehr kritisch, weil die Buga gewachsene Landschaften für ihre neuen zertört hätte. Und die Kunstwerke haben es dann doppelt schwer, sollen sich stellvertretend auseinandersetzen mit "entworfener Natur" und ihren Folgen. Trotzdem meinte Kirsten Johannsen, davon würden wir wohl noch lange erzählen. Sie meinte den Regen. Den Wolkenbruch am Ende erlebten wir hautnah, fast ungeschützt. Im Bauwagen von William Engelen hörte man da bestimmt die Streicher. Es regnete aus Kübeln und stürmte dazu und alle waren klitschnass und gut gelaunt.

B&G Nr.34 / II


Heft Nr.34 - Friedhof

Man sollte es auch nicht beschreien. Der Druck ist nun tatsächlich nicht gut geworden. Das erste Mal seit 5 Jahren werden die Hefte neu gedruckt. Am Freitag sollen sie fertig sein. Dann werden wir wohl die Nacht durchnähen, der Versand wird sich aber ein paar Tage verzögern.

28 Juli 2009

würde essen



Die Bilder der Gewächshäuser des britischen Projektes "Thanet Earth", via, erinnerten mich an vorgestern, an unseren Gartennachbarn, dessen Namen ich leider vergessen habe. Er bot uns von seinem Salat an, er hätte soviel davon. Seit Tagen äße er Salat. Wir wollten Bohnen tauschen, die hatte er aber selber auch, in blau. Er äße schon einige Tage davon, letztens erst mit zartem Lamm und Salat. Über die Tomaten freute er sich. Die würde er entkernen und die Samen testen, nächstes Jahr, und sie würden ja auch gut passen zum S.

27 Juli 2009

Balkon & Garten Nr. 34, "Friedhof im August"

Wir laden ein zur Mehrzweckfeier:
Balkon & Garten Nr. 34, "Friedhof im August" kommt und Leslie geht (nach Amerika). Am Samstag, den 1. August im Gemeinschaftsgarten Laskerwiese, Laskerstraße 6-8 in Friedrichshain, ab 17 Uhr.

Balkon & Garten Nr. 34, "Friedhof im August" wurde gestaltet aus Beiträgen von:
Bettina Allamoda /
Sibylle Blaumann /
Harri Brill /
Gerd Brunzema /
Erika + Helmut Buttke /
Eva Engler /
Marko Förstel /
Sylee Gore /
Heidi Gruber /
Simone Gülde /
Wolf Klein /
Kai von Kröcher /
Calin Kruse /
Leslie Kuo /
Jörn Lauterbach /
Andreas Praetsch /
S-agitterre /
Gianna Schade /
Martina Schmid /
Jo Spittler /
Graf Tati /
Cornelia Weber /
Rita Zepf
und ein Special Guest

Da das Heft noch nicht fertig ist, gibt es noch keine Bilder. Aber der Druck wird doch gut, oder?

26 Juli 2009

plants, places and people


©Lisa van Bommel, "Tragbare Gärten", Den Haag, 2004

In den Installationen, Filmen und Fotos von Lisa van Bommel spielen immer Pflanzen eine Rolle, manchmal auch ganz wörtlich. Da sind die "Tragbaren Gärten" harmlos: "Tragbare Gärten (portable gardens) was an interactive project between plants, places and people in The Hague. Plants are radical organisms (Latin. ‘radicalis’: growing out of the ground, rooted ), which seem to be without motion in comparison to the mobility of human beings. The idea was to bring this passivity into the turbulence of the human being in the city life." via

25 Juli 2009

*


©Eric Cheung, Sean Martindale, Poster Pocket Plants. 2. Foto: @Michael Chrisman/Torontoist

Erst hatte ich diese schönen Plakat-Blumen der Kanadier Eric Cheung und Sean Martindale bei Remedios gesehen. Leider gingen sie aber unter, weil ich gerade mit Kai am neuen B&G Heft saß. Dann schickte Alain aber auch noch eine mail mit dem Hinweis darauf. Alain macht vor seinen Namen immer ein *Sternchen, so kann man die mails sehr leicht wiederfinden.


B&G 34, "Friedhof im August", Testausdrucke

Und ich fand die mail von Leslie, sie fände eine Mehrzweckfeier eine schöne Idee, ihren Abschied von Berlin mit der Ankunft des B&G Heftes 34 "Friedhof im August" zusammen zu feiern. Am Samstag, den 1. August im Garten Laskerwiese. Wir besprechen das noch und machen einen Einladungspost so schnell es geht.

24 Juli 2009

Bitte gießen


©Harmen de Hoop, "Grow your own vegetables", Rotterdam 2004 und "Give water please", Hamburg 2004

Wie die Kunst auf der Buga in Schwerin mit dem Titel "Entworfene Natur", war die Ausstellung "Natural Balance" in Girona (Barcelona, Spanien) im Mai 09 , Teil des jährlich stattfindenden Blumen Festivals "Temps de Flors". Harmen de Hoop war einer der 6 Künstler und hatte mit "Grow your own vegetables" im Stadtraum von Girona mitgemacht. Ich glaube aber, das Konzept war ein bisschen anders.