13 September 2009

Zukunftsfähigkeit der Stadt


©The putting Lot, Gesamtansicht und Loch 8, "The last Gasp" von Tara Zabor und Lexi Tsien-Shaing

The Putting Lot ist eine Minigolfanlage in Brooklyn mit neun Löchern, die von Künstlern, Designern und Architekten zu Themen von "urban sus­tain­abil­ity" gestaltet wurde. Es gibt auch Veranstaltungen und Seedbombs-Workshops. via

12 September 2009

Don't you hate it when big art does something real good *

Wir fuhren zu Wolf, Potsdamer Straße. Keiner hatte richtig gelesen, wo genau die "magistrale" Veranstaltung war und niemand hatte ein Handy mit. Wir liefen die Potsdamer Straße rauf und runter und fanden nichts, und erklärten dann unseren Spaziergang zum Kunstwerk, das uns ermöglicht hatte, freitags um halb neun die Potsdamer Straße rauf und runter zu spazieren. Eine Kamera hatten wir auch vergessen und als wir Wolf ganz woanders dann trafen, mussten wir schon wieder los.

Auf dem Rückweg fuhren wir an der Nationalgalerie vorbei. Und da stand in riesigen Leuchtbuchstaben, genau vor der Nationalgalerie 'Nationalgalerie', in Helvetica, glaube ich. Es war so groß und schön, dass man denken konnte es wäre ganz normal, dass vor der Nationalgalerie 'Nationalgalerie' steht. Gerade hatte ich noch über die Thomas Demand Ausstellung in der Nationalgalerie nächste Woche gelesen und dass die Ausstellung "Nationalgalerie" heißen würde. So weit waren die Vorbereitungen also schon und wahrscheinlich wird es davon unzählige Bilder geben und ich hätte gestern auch gern eins gemacht.

*vvoi

11 September 2009

Kapital


©Wolf Klein, "Blumenwagen"

Heute und morgen wachsen wieder Wolfs Blumen auf der Straße. Diesmal auf der magistrale 2009.
Nachtrag am 12.9., 13:50 Uhr. Der Blumenwagen wurde in der Nacht gestohlen.

how german


©Jens Reinert, "Farbige Balkone 2007, 54 x 104 x 32 cm" und 3 Tunnel 2008, Beton, Filzstifte, Höhe ca 20 cm (Detail)

Bei den Arbeiten von Jens Reinert, die viel zu schnell zuende waren (via), ist mir wieder eingefallen, dass nächste Woche die Ausstellung "Nationalgalerie" von Thomas Demand in der Nationalgalerie beginnt. Im Rahmenprogramm "How German Is It?" wird die gesellschaftliche Entwicklung in der BRD beleuchtet., steht auf der Seite der Kulturstiftung des Bundes. Was ist denn mit BRD gemeint, wenn man das heute so sagt?

10 September 2009

Fremd


"Die Kunst ist super" Eröffnung im "Wintergarten" von Marcel Broodthaers, Fotos: Th.Wulffen

Die Presseeröffnung zur Ausstellung mit dem bisschen befremdlichen Titel "Die Kunst ist super" zur Wiedereröffnung des Hamburger Bahnhofs fand mitten in der Arbeit "Un Jardin d'Hiver" (1974) von Marcel Broodthaers statt. Wulffen hat die Fotos gemacht und über die Ausstellung geschrieben, is super meinte er zu den Rieckhallen. Wenn Wulffen "is super" sagt, hört sich das an, als würde er gerade eine Fremdsprache lernen.
Ich las dann über den Wintergarten: Arbeiten wie Marcel Broodthaers’ 1974 entstandene Rauminstallation „Un Jardin d’Hiver“ aus Palmen, Klappstühlen, Vitrinen und naturhistorischen Schaubildern kommentieren ironisch das Ordnungssystem Museum als Ort der Sammlung, Kategorisierung und Archivierung von Kunst und Alltag. schrieben Nicole Büsing & Heiko Klaas 2004 und gehört zur Flick Collection.

gardening font


©Kapitza, allotment, stems und herbarium

Die Kapitza Schwestern haben einen neuen picture font gemacht: "This spring we were finally allocated a small allotment in the London Docklands after being on a waiting list for over five years! Since then we had great fun growing, harvesting and eating our home-grown potatoes, strawberries, onions, squashes and broad beans. We also got inspired by the vegetables, weeds, tools, sheds and bird houses to create this picture font."
Außer "allotment" gibt es ja auch noch die Garten-Collection aus: "herbarium", "we love nature", "stems", "flowers", "leaves", "blooms" und "blossomy".

09 September 2009

kleine Szenen


©Slinkachu, "What brings us together and what keeps us apart"

Wahrscheinlich würde man durchdrehen vor Süßheit, wenn man unter dieser kleinen Wäscheleine an den 2 Mini-Balkonen durchlaufen müsste, die slinkachu von Little people gerade in Grottaglie in Italien auf dem Fame Festival installiert hat.
Das Zigarettenunglück ist schon viel länger her und war auch schon mal hier im Blog zusammen mit seinem Kaugummi-Drama und der Wurstserie von Fischli/Weiss, aber die finde ich nicht wieder. via+

©Slinkachu

Rationalization and conservation of flowers, and the management of nature and romance in an age of technology.


©Jim Palt, A book of scripts for drying flowers in a micro wave

Der schwedische Künstler Jim Palt macht Objekte, Computerprogramme und schöne Bücher. Auch das leinengebundene Buch "of scripts for drying flowers in a micro wave" mit Anleitungen für das Trocknen von Blumen in einer Mikro Welle in einer Auflage von 15 Exemplaren und bietet es auch als pdf zum download an. Das Spam Buch ist auch super.

08 September 2009

Introversion


©Katja Windau, "Hommage á Kippenberger", C-Print, 30x40cm, 2008

Gleich gut fand ich die Arbeit "Hommage á Kippenberger" und fragte die Künstlerin Katja Windau, ob ich "diese Frau" im Blog zeigen dürfe. Die Antwort war: Ja, und "bin gespannt". Worauf?, dachte ich und fühlte mich gleich unter Druck, etwas über die reine Präsentation hinaus zu bieten, eine begründete Bewertung vielleicht oder einen Kontext. Dann guckte ich nochmal alles an und fand auch ihre Fotoserien toll.


©Katja Windau, aus der Serie: "bei Sewöster", 2007

"Mein konzeptueller Ansatz geht von der in Anonymität verlorenen fiktiven Persönlichkeit Maria Müller aus, die mir beständig beiseite steht. Es beginnt ein Schauspiel mit Objekten, Fotografien, Videos, Malereien, Zeichnungen, Installationen, Texten, etc. Das Szenario kreist um häusliche Dissonanz und Introversion; verschlingt dabei Lebensmittel, Möbelstücke oder Körperteile." sagt die Künstlerin.

07 September 2009

Edunia


©Eduardo Kac, "Natural History of the Enigma", Photo: Rik Sferra und Photo: Joy Lengyel

Wolf hat in den Kommentaren auf die genetisch veränderte Petunie von Eduardo Kac hingewiesen. Wie eine Monsterblume sieht sie allerdings nicht aus, obwohl der Künstler seine DNA mit der Petunie vermischt hat, die jetzt "Edunia" heißt. "Und da passiert etwas zwischen Dir und der Blume. Etwas, das Sprache oder Diskurs nicht erfassen können. Diese Intensität interessiert mich: Wow, da stehe ich gegenüber einer neuen Lebensform, halb Blume, halb Mensch." zu sehen im Streaming Museum

06 September 2009

Print run


Motto - One-day Self-Publishing Fair, Stephan Müller ganz links und plötzlich mehrere Christoph Keller look-alikes

Eigentlich dachte ich, dass ich nach 2 Tagen nun keine Lust mehr hätte zu den Veranstaltungen zu gehen und eigentlich stimmte das auch. Dann waren wir aber doch beim Vortrag des Mitgründers des Schweizer Schriftenhauses Lineto und Gestalters Stephan (Pronto) Müller in den Kunstwerken.
Er wollte gerne vermitteln, dass sich die Gestalter mehr in den Dienst der Kunst, bzw. der Sache stellen und nicht so sehr sich selbst darstellen sollten und stellte seine großen Katalogprojekte vor. Er hatte auch den Katalog zu "KIOSK - Modes of Multiplications" gemacht und war für die gewollte gestalterische Überdosierung verantwortlich.
Wie emphatisch er ist, sah man dann, als wir ihn bei Motto - One-day Self-Publishing Fair, unserer nächsten und letzten Station, mitten im Trubel völlig vertieft in die schön präsentierten und trotz der Masse überschaubaren Publikationen, wiedersahen.
Gegründet von Alexis Zavialoff kommt Motto ja auch aus der Schweiz. "One of the main focuses of Motto Bookstore in Berlin is to give the possibility to find back issues of selected magazines and artists books, including more experimental projects in sometimes very small print runs."
Trotzdem es der von allen hippeste, oder wie sagt man, Ort war, war es schön und auch irgendwie sehr hipp, dass man Balkon & Garten dort nicht findet. Und schwer zu finden zu sein ist schon allein ein wertvolles Kriterium von kleinen Magazinen und Fanzines, denn die Kataloge zu den Ausstellungen mit den Listen der Verlage und Herausgeber sind selbst schon wieder relativ teure Raritäten.


Motto - One-day Self-Publishing Fair

05 September 2009

Print


KIOSK - Modes of Multiplication

Bei KIOSK - Modes of Multiplication in der Kunstbibliothek fühlte ich mich wie zu Hause, nur das da, also hier, die Bücher auch noch auf der Treppe liegen und man muss seine Tasche nicht abgeben, um sie zu betrachten. Obwohl es nicht so voll war wie gedacht, kam man sowieso nicht dazu und vielleicht sind es doch ein paar mehr Bücher dort. W. hatte sein "Plus"-Outfit aus orangenem Kapuzenpulli und Jeans an. Er fand auch die Balkon & Garten Hefte - richtig eingeordnet unter B, nachdem wir schon vor M oder so standen und H. schon aufgeben wollte. Außerdem fragte er sich, warum Print gerade so angesagt sei. Heidi zum Beispiel, wusste gar nicht, dass Print gerade angesagt sei, fand aber Christoph Keller sähe super aus und hätte sich mit seinem langen Vollbart sehr verändert.
Zum Glück geht die Ausstellung noch bis Februar und man hat Gelegenheit sich die Bücher und Magazine in dieser schönen musealen Atmosphäre in Ruhe anzugucken. Man muss vielleicht mehrmals kommen. Es gibt auch einen begleitenden Katalog, der 4 verschiedene Cover zur Auswahl bietet. W. hatte aber schon auf der ersten Seite eine Überdosis an Gestaltung abbekommen und verschob das Lesen auf später.


Miss Read

Die Veranstaltung Miss Read in den Kunstwerken am nächsten Tag war eher wie eine Messe aufgebaut. Die Verlage präsentierten ihr Programm und Christoph Keller war auch wieder da. Oder gab es mehrere von ihm? Heute dann sein Vortrag um 15 Uhr in den KW. Und man kann sich auch die Ausstellung von Ceal Floyer anschauen, bevor man zu "Do you read me?!" geht.


Do you read me?!

Einige der schönsten Schweizer Bücher hatte man da schon vorher gesehen und guckte hier nochmal genauer hin.



Dann war der Sommer vorbei.

03 September 2009

Kunst-Blumen


©Caroline Martensson, "Ground control", production line, begonias and greenhousewalls, 2009

In der Arbeit Ground control der schwedischen Künstlerin Caroline Martensson laufen Begonien unaufhörlich im Kreis "and, in its mechanical pace, shakes ideas of originality, quality and what constitutes natural or crafted."

02 September 2009

boom of plant


©Nienke Sybrandy, "Z.T.m.V. #07 Gordijnen", 2007 und Ausstellungsansicht bei Emmy Miltenburg, "Vitrage", 2009

Zur Ausstellung GARDEN PARTY in der Galerie Emmy Miltenburg zeigten Künstler und Designer was sie aus und mit Bäumen oder Pflanzen alles machen können. Dabei war auch Nienke Sybrandy, die ja mit ihrem ASCII-Vorhang besonders berühmt geworden war, der jetzt irgendwie ausschlug.

01 September 2009

Food + Sex = Us



Es gibt jetzt die erste Ausgabe von Food + Sex: "Collage art food magazine, Food + Sex, is a combined effort of artists, writers, farmers and foodmakers exploring how desire shapes the food environment." Herausgegeben von Mark Andrew Gravel, der auch das agrarian art lab macht, wird das 20-seitige Magazin über MagCloud vertrieben, eine "Magazine on demand" Plattform für USA, Grußbritanien und Canada. via