30 Juli 2009

Letzten Donnerstag

Ab und zu kamen Presseeinladungen zur Vorführung der neuesten Bosch-Gartengeräte in Stuttgart oder für ein Tour-Wochenende durch die schönsten Gärten im Münstlerland. Letzten Donnerstag folgte ich zum erste Mal einer Einladung zum Rundgang: "Kunst auf der BUGA" in Schwerin. Es war ein ganz toller Tag.
Es war ganz neu mit dem eigenen Berichten-Auftrag herumzulaufen und seine Rolle innerhalb dieser Gruppe von Verantwortlichen, Künstlern und Journalisten zu finden. Ich kann ja die Kunstwerke nicht bewerten, sondern sie nur mögen oder nicht. Die Kuratorin und die Künstler waren alle nett. Supernett. Die Nichtnetten waren anscheinend nicht gekommen.

Weil es sieben Gärten sind, wurden von einer Jury sieben Künstler für die „Entworfene Natur“ ausgewählt. Bei Andreas Oldörp waren wir als erstes. Die Kuratorin Anne Marie Freybourg erklärte sein Werk „par terre", da war ich noch mit der Fahrt nach und durch Schwerin und der BUGA beschäftigt, dem Eingang, den Pflanzen und den vielen Leuten. Es gab viele rosa Blusen, die schön zu dem blaugrünen Glasscherben der Wege passten und die leise Töne aus den vergoldeten Pfeifen des Werks passten auch gut, um sich erstmal zu Recht zu finden und überhaupt.

Andreas Oldörp, "par terre". (Man sieht das Kunstwerk gar nicht, nur die Absprerrung)

Das grüne Band mit dem Buga Motto "Sieben Gärten Mittendrin" zu dem Hemd des Geschäftsführers Jochen Sandner wollte ich auch gern fotografieren. Bei der Verfolgung kam ich mir allerdings ziemlich doof vor und alles war unscharf.

Es wurden zwischen den Kunstwerken auch immer ein bisschen die Gärten erklärt. Im Barockgarten, glaube ich, stand der Kiosk von Kirsten Johannsen, in dem man Paradiese kaufen konnte. Langsam kapierte man, dass auch das Häuschen zur Kunst dazugehörte und die Paradiese von einer Buga-Angestellten verkauft wurden und da waren alle schon wieder weg und weitergezogen. Kirsten Johannsen ist sehr nett und erzählte von der Zusammenarbeit mit Frieder Butzmann, der mir noch aus meinem Studium in Hannover in Erinnerung war.

Kirsten Johannsen, „constructing paradise | Anleitung zum Paradiesbau"

Die Buga und die Gärten verschwanden immer mehr, weil die Gruppe immer wichtiger wurde, die Gemeinschaft sich langsam ordnete. Wer war Künstler, wer Buga oder Presse? Ohne NDR-Mikro in der Hand war die Zuordnung ziemlich schwer und es wurde sowieso viel fotografiert. 1 Künstler hatte ich schon während der Bahnfahrt kennen gelernt, William Engelen, er erzählte, dass sein Kunstwerk sehr weit entfernt lag und errechnete dann, dass sich von 50.000 Bugabesuchern, vielleicht 1000 für Kunst interessierten, von denen sich wiederum die meisten nach einem Tag auf der Buga und einem Blick auf den Plan, nicht unbedingt für den weiten Weg zu seiner Arbeit entscheiden würden.
Wir gingen jetzt nah am Schweriner Schloß vorbei, ganz nah, eigentlich war hier alles verboten, aber die Lautsprecher-Arbeit„Rose ist eine Rose" von Andreas Sachsenmaier hatten es doch auf die "Liebesinsel" geschafft. Anne Marie Freybourg erklärte die Rosen, die sich selbst hier beschrieben. Der Künstler war durch seinen Vater vertreten. Und da war auch der lächelnde Herr mit der Kamera enttarnt.
video
Andreas Sachsenmaier, „Rose ist eine Rose" und Fritz Balthaus, „Die Blume" (Foto: Th. Wulffen)

Hier war auch die Stelle, wo Fritz Balthaus mit Wulffen verschwand, um ihm die Stelle zu zeigen, wo sein Kunstwerk eigentlich hätte stehen sollen, was aber im letzten Moment verboten worden war. Wulffen war mittlerweile der einzige Journalist. Die Mikroträger waren im Laufe des Weges immer weniger geworden. Und wir gingen dann zu dem neuen Platz, den die Arbeit "Die Blume" von Fritz Balthaus, die aus allen nur erdenklichen Vögelabwehrmechanismen gebaut war, bekommen hatte, die aber wahrscheinlich doch besser in den historischen Garten am Schloss gepasst hätte, für den sie ja konzipiert gewesen war. Fritz Balthaus war immernoch enttäuscht darüber, aber Anne Marie Freybourg beeilte sich dem Künstler die Worte abzunehmen, damit sie keinem zu nahe traten, die Ausstellung geht ja noch bis Oktober. So zeigten sich immer mehr Standpunkte, auch als sie sich unterhakte beim Geschäftsführer, unterm gemeinsamen Schirm, als es dann anfing zu regnen, als wir über die neue Brücke über den Schweriner See zu dem Theater von Kai Schiemenz gingen.

Ich wäre Verlegerin, sollte ich bei ähnlicher Gelegenheit sagen, meinte Harri später. Ja, dachte ich, weil ich immer so verlegen bin. Oder sagte es auch.

Jetzt kommen meine Lieblingsbilder:

Kai Schiemenz, „Where the earth is the sky is the earth"

Kai Schiemenz trug die ganze Zeit in seinem Rucksack eine richtige Großstadtpflanze spazieren, und man hielt ihn gleich für einen fürsorglichen Pflanzenvater, und war wohl eine Austauschpflanze für das Holzkonstrukt des Künstlers "Where the earth is the sky is the earth", indem luftwurzelnden Pflanzen schwebten.
Der Weg zu seinem "Theater der Erinnerung" führte über einen Holzsteg, also ein Buga-Holzsteg durch das moorige Gebiet, der mich gleich an den Künstler-Holzsteg der Künstler Fischli/Weiss durch das Moor beim Projekt Kunstwegen in Nordhorn erinnerte.

Holzsteg zu ... Näs, Schwerin, und ©Fischli/Weiss, Ein Weg durch das Moor

Als man sich von der Spitze der Näs, (wessen Nase war es noch, nach der die Landspitze in Mecklenburger Platt benannt war?) umdrehte, sah das Theater aus, wie eine Skulptur von Richard Deacon. Zusammen ergab sich an diesem Ort ein schöner Klang neuer Coverversionen älterer Kunsthits.

Auch der Regen war schön. 2 Stunden waren wir jetzt vielleicht unterwegs. Die Füße taten ein bisschen weh, aber der Zeitplan war eng und jetzt gingen wir den weiten Weg zu William Engelen. Die Orientierung hatte ich schon lange verloren, aber dafür wusste ich jetzt fast wer jeder war. Es ging den Berg hoch und ich dachte daran, dass ich über eine Schau mit Grabgestaltung auf der Buga gelesen hatte und kam ein bisschen zu spät zu William Engelen, der seine Arbeit "Bugania" erklärte. Er sprach vom Wetter und von Gartenarbeitern und das fand ich gleich interessant.
video video
William Engelen, "Bugania"

Ich hatte Lust alles zu verstehen: den Vergleich der aktuellen Wetterdaten mit den Tagesmittelwerten aus den 7 vergangenen Jahren und die entsprechende Übersetzung in Töne, die aus 4 Lautsprechern zusammen einen Klang ergaben. Entweder mehr Streicher oder mehr Gartenklänge aus Froschquaken, Gärtnerliedern und so was. Man hörte im Moment kaum Streicher, was bedeutete, dass das Wetter gerade im Mittel lag.
Wieder waren alle weg und auf dem Weg zu der Arbeit von Jorinde Gustavs, die sich in „Viktorias Schwester" mit der "Kraft des weiblichen Eigensinns" beschäftigt, und genauso sah Fritzi Balthaus auch aus.

Jorinde Gustavs, „Viktorias Schwester"

Tatsächlich führte der Weg dorthin mitten durch "Grabgestaltung und Denkmal", die Schau der "Friedhofsgärtner auf der Buga". Es war komisch auf diesem Friedhof ohne Tote. Die Buga stellt eben dar und tut nur so, als ob. Die taz meinte, der BUND war sehr kritisch, weil die Buga gewachsene Landschaften für ihre neuen zertört hätte. Und die Kunstwerke haben es dann doppelt schwer, sollen sich stellvertretend auseinandersetzen mit "entworfener Natur" und ihren Folgen. Trotzdem meinte Kirsten Johannsen, davon würden wir wohl noch lange erzählen. Sie meinte den Regen. Den Wolkenbruch am Ende erlebten wir hautnah, fast ungeschützt. Im Bauwagen von William Engelen hörte man da bestimmt die Streicher. Es regnete aus Kübeln und stürmte dazu und alle waren klitschnass und gut gelaunt.

B&G Nr.34 / II


Heft Nr.34 - Friedhof

Man sollte es auch nicht beschreien. Der Druck ist nun tatsächlich nicht gut geworden. Das erste Mal seit 5 Jahren werden die Hefte neu gedruckt. Am Freitag sollen sie fertig sein. Dann werden wir wohl die Nacht durchnähen, der Versand wird sich aber ein paar Tage verzögern.

28 Juli 2009

würde essen



Die Bilder der Gewächshäuser des britischen Projektes "Thanet Earth", via, erinnerten mich an vorgestern, an unseren Gartennachbarn, dessen Namen ich leider vergessen habe. Er bot uns von seinem Salat an, er hätte soviel davon. Seit Tagen äße er Salat. Wir wollten Bohnen tauschen, die hatte er aber selber auch, in blau. Er äße schon einige Tage davon, letztens erst mit zartem Lamm und Salat. Über die Tomaten freute er sich. Die würde er entkernen und die Samen testen, nächstes Jahr, und sie würden ja auch gut passen zum S.

27 Juli 2009

Balkon & Garten Nr. 34, "Friedhof im August"

Wir laden ein zur Mehrzweckfeier:
Balkon & Garten Nr. 34, "Friedhof im August" kommt und Leslie geht (nach Amerika). Am Samstag, den 1. August im Gemeinschaftsgarten Laskerwiese, Laskerstraße 6-8 in Friedrichshain, ab 17 Uhr.

Balkon & Garten Nr. 34, "Friedhof im August" wurde gestaltet aus Beiträgen von:
Bettina Allamoda /
Sibylle Blaumann /
Harri Brill /
Gerd Brunzema /
Erika + Helmut Buttke /
Eva Engler /
Marko Förstel /
Sylee Gore /
Heidi Gruber /
Simone Gülde /
Wolf Klein /
Kai von Kröcher /
Calin Kruse /
Leslie Kuo /
Jörn Lauterbach /
Andreas Praetsch /
S-agitterre /
Gianna Schade /
Martina Schmid /
Jo Spittler /
Graf Tati /
Cornelia Weber /
Rita Zepf
und ein Special Guest

Da das Heft noch nicht fertig ist, gibt es noch keine Bilder. Aber der Druck wird doch gut, oder?

26 Juli 2009

plants, places and people


©Lisa van Bommel, "Tragbare Gärten", Den Haag, 2004

In den Installationen, Filmen und Fotos von Lisa van Bommel spielen immer Pflanzen eine Rolle, manchmal auch ganz wörtlich. Da sind die "Tragbaren Gärten" harmlos: "Tragbare Gärten (portable gardens) was an interactive project between plants, places and people in The Hague. Plants are radical organisms (Latin. ‘radicalis’: growing out of the ground, rooted ), which seem to be without motion in comparison to the mobility of human beings. The idea was to bring this passivity into the turbulence of the human being in the city life." via

25 Juli 2009

*


©Eric Cheung, Sean Martindale, Poster Pocket Plants. 2. Foto: @Michael Chrisman/Torontoist

Erst hatte ich diese schönen Plakat-Blumen der Kanadier Eric Cheung und Sean Martindale bei Remedios gesehen. Leider gingen sie aber unter, weil ich gerade mit Kai am neuen B&G Heft saß. Dann schickte Alain aber auch noch eine mail mit dem Hinweis darauf. Alain macht vor seinen Namen immer ein *Sternchen, so kann man die mails sehr leicht wiederfinden.


B&G 34, "Friedhof im August", Testausdrucke

Und ich fand die mail von Leslie, sie fände eine Mehrzweckfeier eine schöne Idee, ihren Abschied von Berlin mit der Ankunft des B&G Heftes 34 "Friedhof im August" zusammen zu feiern. Am Samstag, den 1. August im Garten Laskerwiese. Wir besprechen das noch und machen einen Einladungspost so schnell es geht.

24 Juli 2009

Bitte gießen


©Harmen de Hoop, "Grow your own vegetables", Rotterdam 2004 und "Give water please", Hamburg 2004

Wie die Kunst auf der Buga in Schwerin mit dem Titel "Entworfene Natur", war die Ausstellung "Natural Balance" in Girona (Barcelona, Spanien) im Mai 09 , Teil des jährlich stattfindenden Blumen Festivals "Temps de Flors". Harmen de Hoop war einer der 6 Künstler und hatte mit "Grow your own vegetables" im Stadtraum von Girona mitgemacht. Ich glaube aber, das Konzept war ein bisschen anders.

Blumenschau



Viele Besucherinnen der Buga hatten sich wie Blumen gekleidet. Gestern gab es dort die Presseführung zur Kunst auf der BUGA. Schön waren die riesigen Kartoffeln, die im "Küchengarten" in den Zutaten für "Grüne Soße" lagen, das war aber keine Kunst, die kommt noch.

23 Juli 2009

nochmal



"Fremde Füße" sind die Füße gestern, die uns natürlich gar nicht so fremd sind und die Blaumann tatsächlich genäht hat und die verschiedenen Nagellacktöne auch.

22 Juli 2009

Panasonic vs. Canon



Wir fotografierten unsere Füße aus fachlichen Gründen und tatsächlich hatte sich das viele Geld für die neue Kamera von I. gelohnt. Ihre Nägel waren viel schärfer. Und ich dachte lange darüber nach, dass I. gesagt hatte, dass ich das Bild bestimmt auf meinen Blog machen würde.

21 Juli 2009

Cyanobacteria


©Diana Lynn Thompson, "Drinking blue-greens" installation August 2007

Kurz nach "Marienhof" träumte Wulffen aus dem Fenster in die Spitze der Kastanie und fragte, ob ich was Grünes zum Anziehen hätte. Ich fragte, was für ein Grün, weil ich nur was grasgrünes habe. Es sollte so ein blättergrün sein, es passe so schön zum himmelblau.
Das fiel mir ein zu dem Bild der Perleninstallation Drinking Blue-greens der Kanadischen Künstlerin Diana Lynn Thompson. via Wunderkammer. In der Schule sagte man immer, also früher: Grün und Blau trägt die Sau.

17 Juli 2009

9 1/2


©Gordon Matta-Clark, "Tree dance", 1971, 9:32 min, b&w, silent, 16 mm film on video

Für die Performance Tree dance in der Ausstellung "Twenty - six by Twenty - six" in der Vassar College of Art Gallery in Poughkeepsie im Bundesstaat New York Gordon Matta-Clark constructed hammock-like suspensions in a big tree at the centre of the Vassar College campus, on which the school's dance troupe performed.

15 Juli 2009

Polka dot Fenster


©Ila Bêka und Louise Lemôine

Ob es abgesprochen war, welche Bluse die spanische Haushälterin Guadalupe Acedo in dem Film "Koolhaas houselife" anzieht? Vielleicht kleidet man sich aber auch irgendwann unterbewusst passend zur Umgebung. Es gibt tolle Trailer und auch einen kleinen Filmausschnitt und einen Text im der Standard über die Betrachtungen des von Rem Koolhaas entworfenen Haus "Maison in Bordeaux" aus der Sicht der Putzfrau. (Es ist das Arbeitszimmer, des im Rollstuhl sitzenden Schriftstellers und damaligen Auftragsgebers Monsieur Jean-François, das sich durchs Haus bewegt und auf dem Guadalupe Acedo da steht). via

Caramelle


©Ernst Caramelle, “Video-Landschaft (Blumentopf)", 1974 und ©Wolf Klein,"Gummibaum", 2009

Medientheorie. Ein Gummibaum von Ernst Caramelle im TV, via und der Gummibaum als ‘Meilenstein der Fotokunst‘ von Wolf Klein in Balkon & Garten Heft 33 "April April" . (Man stelle sich vor, Wolf hätte mit Blumenvideos auf dem Marienfelder Kunstmarkt gestanden.)

13 Juli 2009

Gemüse der Stadt


Fotos: Th. Wulffen. Dann: guck mal, sieht aus wie Rexroth

So viele Kunstwerke, die einem so mir nichts, dir nichts über den Weg laufen. Erst Pipilotti Rist, Olaf Nicolai, jetzt Florian Rexroth.

12 Juli 2009

Ohne Hinweise 2



Und nachmittags in Marienfelde liefen wir direkt in das Bild, dass ich so genau kannte, weil ich ja am Morgen gerade die Bildbeschreibung gemacht hatte. Ich musste nur noch das Raster draufmalen.

Ohne Hinweise

Da ist ein schönes Bild in dem Katalog "nach Weimar" von der Arbeit von Olaf Nicolai. Auf der Doppelseite eine riesige Parkfläche, im Vordergrund offene Wiese, dann Bäume und ganz hinten eine kleine Gruppe Spaziergänger vor dichterem Gehölz. Alles saftig grün bei diesigem Wetter. Es ist der Park an der Ilm. Auf der rechten Seite liegt ein kleines kariertes Raster aus grauen Linien querformatig auf dem Bild. Es bedeckt nur ein kleines Stück des Rasens und macht das Bild, ich glaube, schöner, vielleicht räumlicher, weil es nun zwischen dem Bild und einem selbst diesen schwebenden Vordergrund gibt.
© Olaf Nicolai, 1994 "Ein Marmorquader (Größe 25-50-30mm) wird im Park an der Ilm installiert (am Duxgraben). In den Quader ist ein Musterelement aus einem floralem Tapetenmuster eingraviert. Die Arbeit wurde in den Rasen eingelassen und ohne Hinweise vor Ort belassen."

Wohin heute?


©Wolf Klein, "Blumenladen Marktstand", 2009

Zum Blumenladen Marktstand auf dem 4. Kunstmarkt auf Lehmanns Bauernhof in Marienfelde. Rita fragte, ob es das Marienfelde in Berlin sei? Ja, glaube ja.

11 Juli 2009

Distortion of Flowers


©Makoto Azuma, "SUPER OverDrive-hiyasins" und "BIG MUFF-ZENMAI"

Oh, Makoto Azuma hat einen Blog, er heißt Botanica(x). Manchmal kann man auch Sachen lesen, "SUPER OverDrive-hiyasins" oder "BIG MUFF-ZENMAI", oder leaf kids. via

10 Juli 2009

"Das Zimmer" als Garten


©Pipilotti Rist, "das Zimmer" 1994/2000, Installationsansicht im Kunstmuseum St. Gallen (Foto Stefan Rohner) und Parkbank im "Fuhrpark", Foto: Th. Wulffen

Gestern war in der Zeitung ein Bild von der übergroßen Parkbank auf der ein Erwachsener aussieht wie ein Kleinkind, was natürlich sofort an die Arbeit "das Zimmer" der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist erinnerte, mit den großen roten Sofas und der Riesen-Fernbedienung. In Weimar hatten wir vor Jahren "das (tolle) Zimmer" aufgebaut gesehen.
Deshalb suchte ich gleich im Internet nach der Bank. Es gab aber nichts darüber, was ja auch erholsam ist, und man sich selber kümmern muss: Die Parkbank sind drei und stehen im Cafe/Bar "Fuhrpark" auf dem Arena Gelände in Treptow. Es gäbe keinen Urheber für die Bänke, es wäre die Idee des Chefs der Kulturarena GmbH gewesen. Vielleicht war's ja Kai Heimberg, oder seine berühmte Katze. Es gab auch einen übergroßen Jägerzaun.


Fotos: A. Wulffen

Gärtnerlied im Spiegel

Im Spiegel der Artikel "Bündnis für die Blume - In der Politik wird über schwarz-grüne Liasons diskutiert - in ihrer Freizeit verbinden die Deutschen bereits traditionelle und links-ökologische Vorlieben: etwa bei ihrer neuen Lust aufs Gärtnern." Jedenfalls geht es in dem Artikel von Susanne Bayer auch beispielhaft um die Rosa Rose in Berlin. Ich kann den Artikel nicht lesen, ohne den merkwürdig ironisch, melodisch einschläfernden Tonfall der Moderatoren von Spiegel TV zu hören, was enorm abgelenkt.
Müsste den Artikel nicht jemand scannen?

Berlin \ Brooklyn


Waterpod, South Street Seaport, Fotos:Bucolic Bushwick

Seit Leslie und Sara, jeweils aus Berlin und Brooklyn, über Urban Plant Research berichten, gucke ich auch genauer hin, wenn was aus Brooklyn übertragen wird: Das anscheinend riesige Künstler-Projekt Waterpod "demonstrates future pathways for nomadic, mobile shelters and water-based communities, docked and roaming. It connects river to visitor, global to local, nature to city, and historic to futuristic ecologies." und ist wiederum von der Künstlerplattform Wooloo.org aus Berlin ausgewählt wurden, Partner des Festivals New Life Copenhagen zu sein. Da kann man climate guest werden und das ist mir im Moment zu kompliziert.

09 Juli 2009

Bildhaua


©Gabriel Orozco,"Extension of Reflection", 1992, Courtesy Marian Goodman Gallery, New York, C-print

Jetzt bin ich wieder über Gabriel Orozco gestolpert. Das Bild stammt aus dem Artikel Now is forever, again von Francesco Bonami in Tate etc, Spring 2009, der so beginnt: "The everyday is not selling well in the art world these days. People are more interested in the strategies of the market than in tactics of survival."

Den mexikanischen Bildhauer Gabriel Orozco kenne ich seit dem Studium, weil auch Zeichner und Maler ihn mochten, vielleicht, weil er everyday mit den Augen eines Sculpteurs wahrnahm und übersetzt oder abbildet. - The next one will be Richard Deacon. Mehr Bildhauer kenne ich jetzt aber auch nicht.

08 Juli 2009

singles series archiv


©Frederike Wetzels, untitled

Viele Bilder von Frederike Wetzels erinnern mich an viele andere Fotografen, und an Orte und ich finde das spr. via

Flip-Flop

video

Gestern kam ich aus der Wohnung im 6. Stock und plötzlich war der Fahrstuhl so schön. Die Häuser der Karl-Marx-Allee wären nicht alle gleich, meinte Leslie. Sie hätten nur die gleiche Fassade. Fahrstuhl fahren kann ich nicht so gut, Fahrstuhl filmen auch nicht so richtig, die Tür ist aber scharf.

07 Juli 2009

Langer Tag der Stadtnatur



Die Kräuter- und Lavendelsträuße zum verschenken mit dem Logo des Gartens sahen toll aus. Der Regen war dann auch schön und man konnte sich nochmal auf die leckeren Speisen konzentrieren, die alle mitgebracht hatten. Marko und Gerlinde hatten sich passend zum Laborraum gekleidet, und ließen unterm Mikroskop eine Ameise in Olivenöl schwimmen. Dadurch war die Amseise etwas unscharf, zum Glück.


Abbildung ähnlich. @Institut für Angewandte Physik, Uni-Tübingen. Ameise unterm Rasterelektonenmikroskop.